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Juodkrante – Entspanntes Städtchen am Kurischen Haff

Die etwa 700 Einwohner zählende Gemeinde Juodkrante (Juodkrantė) ist nach Nida die zweitgrößte Ansiedlung auf der Kurischen Nehrung. Der vor allem in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg sehr begehrte Kurort liegt ungefähr 20 Kilometer südlich der litauischen Hafenstadt Klaipeda und ist beileibe nicht nur Badeurlaubern ein Begriff...

 

Juodkrante wurde 1429 erstmals in Dokumenten des Deutschen Ritterordens erwähnt, was die schöne Ortschaft zu einer der ältesten Ansiedlungen der Region Neringa macht. Sehenswert sind innerörtlich die langgezogene Uferpromenda und ein Villenviertel, dessen älteste Gebäude aus der Zeit des großen Bernsteinbooms Mitte des 19. Jahrhunderts stammen, als spektakuläre Funde des "Ostseegoldes" dem Städtchen enormen Auftrieb verschafften.

 

Pasend dazu lassen sich wenige hundert Meter nördlich die Reste des alten Bernsteinhafens erkunden (erbaut ab 1862), über den jahrzehntelang der Abbau von insgesamt rund 2.500 Tonnen des wertvollen Harzes abgewickelt wurde. Das in Palanga ansässige Bernsteinmuseum informiert ausführlich über die Funde vor der Küste von Juodkrante.

 

Parallel zur Goldgräberstimmung kamen Mitte des 19 Jahrhunderts die ersten Kurgäste nach Juodkrante, um das angenehme Klima des Kurischen Haffs zu genießen. Der örtliche Strand ist noch immer einen Abstecher wert, obwohl / zumal er im Vergleich zu Nida deutlich weniger touristisches Renommee besitzt. – Geschmackssache eben.

 

Freunden mystischer Orte sei abschließend der sogenannte "Hexenberg" empfohlen, ein nahe gelegener Kiefernhain samt uralter Kultstätte. Ein von Dutzenden Holzskulpturen gesäumter Märchenweg lädt zu einem schaurig-schönen Spaziergang ein. Die dargestellten Figuren entstammen allesamt der litauischen Sagenwelt.

 

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