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Entspanntes Litauen – Wandern in grenzenloser Vielfalt

Da die naturgegebenen Möglichkeiten für ausgedehnte und anspruchsvolle Wanderungen in Litauen nahezu unbegrenzt sind, muss sich dieser Unterpunkt im Wesentlichen auf die Naturschutzgebiete bzw. Reservate in Litauen reduzieren. Alles andere würde schlichtweg den Rahmen sprengen.

 

Nur soviel zur generellen Situation im Land: Das Netz an bestens ausgebauten und beschilderten Wanderwegen ist in Litauen inzwischen sehr engmaschig – dies betrifft explizit nicht nur die nachfolgend genannten Wandergebiete.

Beliebt ist aber zunächst die sich im Süden des Landes über Kaunas bis über die weißrussische Grenze schlängelnde Memel (Nemunas) mit ihrem traumhaft schönen Delta zum Kurischen Haff. Hier weisen u. a. Naturlehrpfade den Weg zu originären Fischerdörfern oder ornithologisch bedeutsamen Revieren. Ruhe und Naturbelassenheit kennzeichnen das Grenzgebiet zur russischen Exklave Kaliningrad (Königsberg) in außerordentlicher Weise.

Der im Nordwesten des Landes gelegene Zemaitija-Nationalpark (Gesamtfläche ca. 220 Quadratkilometer) ist eine bei Wanderfreunden bzw. Ökotouristen zunehmend beliebte Region. Im Zentrum des Reservates befindet sich der Plateliai-See, auf dem auch Wassersport angeboten wird. Mehr als 25 weitere Seen gehören zu der geschützen Region. Ebenso 200 Naturdenkmäler, die sich quer über den "Zemaitija" verteilen.

Zu nennen ist auch der Dzukija-Nationalpark im Südosten des Landes, der fast bis an die weißrussische Grenze reicht. Er misst ca. 60 Quadratkilometer und ist damit keines der ganz großen Schutzgebiet in Litauen. Das Terrain ist überwiegend morastig und darf in Teilen nur mit ortskundigen Führern erwandert werden. Rund 90% der Gesamtfläche sind bewaldet.

Der im Osten gelegene Aukstaitija-Nationalpark ist mit einer Gesamtfläche von rund 300 Quadratkilometern das größte Reservat des Landes. Das Gebiet ist mit mehr als 100 Seen extrem wasserreich. Wasser- und Angelsport können dort demnach ebenfalls betrieben werden. Naturlehrpfade ermöglichen es Besuchern, seltenen Tier- und Pflanzenarten auf der Spur zu bleiben.